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Google: Nachteile bei von Frauen geführten Unternehmen?

 

 

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Von Frau geführtes UnternehmenNachdem ich mich nun seit fast zwei Jahrzehnten mit der Erstellung von Webseiten und folglich auch mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung – kurz SEO – beschäftigt habe, bin ich irgendwann auf die Frage gestoßen, ob es aus Sicht der Suchmaschine Google einen Unterschied zwischen von Männern geführten Unternehmen und von Frauen geführten Unternehmen gibt. Auch wenn es anfangs nur ein kurzer Gedankenblitz war, bin doch ein wenig tiefer in die Materie eingestiegen und habe doch bemerkenswerte Hinweise gefunden.

Zum einen konnte ich feststellen, dass es im Ranking der Ergebnisliste durchaus eine eindeutige Tendenz gibt, dass weibliche Berufsbezeichnungen eher weiter unten und männliche Berufsbezeichnungen eher in den oberen Rängen zu finden sind.

Ein Beispiel (Stand: 30.8.2019): ich habe bewusst Mal eine „Webdesignerin“ gesucht. Mal von den ganzen Jobportalen abgesehen, bin ich erst auf der zweiten Seite fündig geworden, und dass obwohl ich explizit diesen Begriff eingegeben hatte. Wenn man nun berücksichtigt, dass angeblich 64 % aller Internetnutzer nur Ergebnisse der ersten Seite anklicken, ist zu befürchten, dass das fast schon vernichtende Auswirkungen auf den Traffic der Webdesignerin haben dürfte.

Warum ist das so? Ich denke, Grund hierfür ist nicht Google per se, sondern die Logik unserer Muttersprache im deutschsprachigen Raum. Wir suchen – zumindest noch – den Maler und nicht die Malerin, den Metzger und nicht die Metzgerin und Google versucht bestmöglich das zu liefern, was wir eingegeben haben.

Seit 1.1.2019 müssen in Stellenausschreibungen in Deutschland intersexuell (neudeutsch: „genderneutral“) veröffentlicht werden. Jeder kennt mittlerweile die vielleicht noch etwas ungewohnten Stellenausschreibungen wie „Mechaniker (m/w/d)“. Auch dies wird wohl eher die Problematik verschärfen, da dadurch nur noch der maskuline Begriff verwendet wird, wo zuvor noch „Mechaniker / Mechanikerin“ oder zumindest „Mechaniker/-in“  angewandt wurde. Die aktuell verwendete Gender-Neutralität bei den Berufsbezeichnungen bewirkt in diesem Fall sogar das Gegenteil. So war das sicherlich nicht im Sinne der Erfinderin.  

 

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Google hebt von Frauen geführte Unternehmen hervor!

 

Aber Google steuert auch dagegen. Wenn Sie als Frau einen  Google My Business Account angelegen – und den sollte jeder Webseiten-Besitzer haben, besteht für SIE – und nur für SIE – die Möglichkeit ein sogenanntes Attribut „von Frau geführt“ als Highlight zu setzen.

Google My Business Attribute

Gehen Sie hierzu in Ihren Google My Business Account unter „Info“. Dort finden Sie einen Punkt „Attribute“ . Hier können Sie Ihr Highlight aktivieren. Also Ladies: Let´s go!

Was kann „Frau“ noch tun? Nehmen wir an, ich wäre eine Frau und möchte meine Seite möglichst weit oben im Ranking positionieren. Auf einen der oberen Ränge sind - wie berichtet - fast nur Wettbewerber mit männlichen Berufsbezeichnungen zu finden.  Nun, vielleicht wäre es ein Ansatz – abhängig von meiner Geschäftstätigkeit – bewusst zu forcieren, das mein Unternehmen von einer Frau geführt wird.

Ohne eine Wertung abgeben zu wollen, kann ich mir vorstellen – ob es so ist, weiß ich nicht, vielleicht liege ich auch falsch - dass es auch heutzutage noch Berufsfelder gibt, in welchen Frauen die bevorzugte Wahl sind, sei es bei Fragen im modischen Bereich, im medizinischen Bereich (Gynäkologen) oder im Bereich der Betreuung. Wie gesagt, bitte richtig verstehen - alles wertneutral. Warum also nicht hier versuchen, nicht gegen die Masse der männlichen Berufsbezeichnungen anzukämpfen, sondern hier die weniger umkämpften Positionen mit der femininen Bezeichnung einzunehmen: explizit "Designerin", Frauenärztin und Kfz-Mechanikerin, usw. Damit könnte man versuchen, eine der oberen Webseiten im Ranking einzunehmen und all diejenigen zu „fangen“, die bewusst und explizit eine „Malerin“ gesucht haben. Eventuell gibt auch dafür der Markt genügend Auftragsvolumen her. Eventuell haben Autofahrerinnen auch mehr Vertrauen, sich bei einer bevorstehenden Autoreparatur von einer Kfz-Meisterin beraten zu lassen? Ein Nischengeschäft, welches es in der Großstadt - und im auch im Netz - zu besetzen gilt? Diese Strategie wäre vielleicht einen Versuch wert. 

 

Vielleicht findet sich eine Kundin, die mit mir einen derartigen Versuch starten will. Ich würde mich freuen! Es wäre absolut spannend ….

 

Fazit

Sollten Sie als Frau im Netz mit einer Webseite tätig sein, erstellen Sie auf jeden Fall einen Google My Business Account. Laden Sie dort ansprechende Fotos mit Innen- und Außenaufnahmen von Ihrer Firma hoch, pflegen Sie die Öffnungszeiten und Inhalte und vergessen Sie nicht, das Attribut "von Frau geführt" zu aktivieren. Denn Google hebt von Frauen geführte Unternehmen hervor!

 

Hat Ihnen der Tipp geholfen? Fanden Sie diesen Beitrag interessant? Dann freue ich mich über Ihr kurzes Feedback: Rezension Reinwaldt.de - Webdesign & more

 

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